Rettung Bären Keo, Lim, Dieu, San and Khoai Lang
Fünf Kragenbären in Vietnam aus qualvollen Umständen gerettet
Dieser Anblick ist nicht leicht zu vergessen: Fünf Bären, eingesperrt in dunkle Beton- und Metallkäfige. Als erstes wurde Keo gerettet. Im Raum war es stickig und 35 Grad heiß, das Summen von Fliegen erfüllte die Luft, Futter oder Wasser war nirgends zu sehen. Sie saß mit gesenktem Kopf in der Ecke des Käfigs und bewegte sich kein Stück. Auch als der Trubel begann und die Tierärzte ihre Narkose vorbereiteten, würdigte sie uns keines Blickes. Ein gebrochenes Tier, am Ende seiner Kräfte. Doch sie war nicht die Einzige, die litt und missbraucht wurde. Die vier anderen Bären – Lim, Dieu, San and Khoai Lang – waren in einer sehr ähnlichen Verfassung.
1.600 Kilometer zum Glück
All das ist jetzt Vergangenheit: Unsere Mission, die fünf ehemaligen Gallebären aus den vietnamesischen Provinzen Binh Duong und Dong Nai zu retten war ein Erfolg. Ein VIER PFOTEN Team, begleitet von Dr. Johanna Painer, einer Tierärztin der Wiener Veterinärmedizinischen Universität, konnte nach einer gründlichen Untersuchung der Bären bestätigen, dass jedem der fünf Tiere Gallensaft abgezapft wurde. Nach der zwei Tage dauernden Untersuchungs- und erfolgreichen Rettungsaktion war das Einzige, was die Tiere immer noch von ihrem neuen Leben in unserem BÄRENWALD Ninh Binh trennte die 48 Stunden dauernde Fahrt vom Süden in den Norden des Landes.
Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.
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Ungeklärte Todesfälle auf den Bärenfarmen
Der eigentliche Plan war es, sieben Bären in der Provinz Dong Nai im Süden des Landes zu retten und sie in unser Schutzgebiet zu bringen. Jedoch vereitelten tragische Umstände diesen Plan. Vier der zu rettenden Bären starben innerhalb von einer Woche auf der gleichen Farm unter bislang unbekannten Umständen. VIER PFOTEN ruft die vietnamesische Regierung dazu auf, die Todesursachen gründlich zu untersuchen. Es gibt Bärenhalter die ihre Tiere töten, um aus den Organen ein letztes Mal Kapital zu schlagen. Sollte das bei den vier verstorbenen Bären der Fall sein, verlangt VIER PFOTEN ein hartes Durchgreifen der Verantwortlichen Stellen.
Ein weiterer Erfolg gegen die grausame Bärenhaltung in Vietnam
Trotz der erfolgreichen Rettungsmission, gibt es für VIER PFOTEN noch viel zu tun: Die Nachfrage nach Bärengalle für vermeintlich medizinische Zwecke ist in Asien trotz Alternativen immer noch hoch. In Vietnam leiden immer noch rund 800 Bären unter den fürchterlichen Verhältnissen auf den Bärenfarmen.